Tango – ein trauriger Gedanke, den man auch tanzen kann.

Januar 9, 2009 at 12:19 (Uncategorized)

Leider war am letzten Tag keine Zeit mehr für den letzten Blogeintrag, daher halt nun jetzt, während die Waschmaschine schon ihre Runden dreht.
Rückblick: Die Confiteria Ideal, eine große Halle mit Säulen und einer Glasdecke über der Tanzfläche. Auf der Tanzfläche schieben sich verschiedenste Paare über den Steinboden, in einer weichen Eleganz und Anmut, völlig versunken in sich und die Musik. Ich liebe diesen Tanz, Tango Argentino, der so gar nichts standartmässiges hat, bei dem zu jedem Zeitpunkt alles möglich ist. Zum Beispile, dass plötzlich der Kellner auf die Tanzfläche stürmt und sich eine sehr attraktive 50jährige Dame (hier gibt es nur Damen) schnappt und eine sehr kunstvolle Tanzeinlage gibt. Es ist erstaunlich, hier scheint es kein Alter zu geben, ältere Herren tanzen mit jungen Frauen, tättowierte langhaarige 20-Jährige fordern die gesetzteren Damen zum Tanz, denn natürlich sind es die Männer, die den ersten Schritt tun müssen. Ein Blick, eine hochgezogene Braue, die Frau erwidert entweder mit einem Lächeln und Nicken, dann holt der Tänzer seine Erwählte am Platz ab, oder sie ignoriert ihn einfach… Ich könnte hier stundenlang einfach nur zusehen, wie sich die Paare wechseln und zwischendurch ein feuriger Paso Doble getanzt wird, aber da Dienstag ist, gehen die meisten Argentinier um 2 nach Hause. So auch wir.
Hier noch eine kleine Kostrpobe von Carlos Gardel, dem Vater, dem König des Tango Argentino: Zweites Stück anklicken.
Das Schlafdefizit reicht trotzdem aus, um mir eine schlafreiche Heimreise im Flieger und auf den Bänken in Madrid zu bescheren. In Deutschland kommt dann der Kälte- und Kulturschock, positiv wie negativ.
Liebe Blogleser, das wars nun leider erstmal. Toll, dass so viele scheinbar nichts besseres zu tun haben, als meine Geschichten zu lesen. Danke hierfür. :-)

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Malos Aires

Januar 6, 2009 at 12:57 (Uncategorized)

Nachdem wir nun das dritte Mal hier sind, kann ich es mit Sicherheit sagen: Buenos Aires ist ein vollkommen verfehlter Name fuer diese Stadt. Schon vom Flugzeug aus sah man Smogschwaden ueber der Stadt liegen, kein Wunder bei dem grossen Anteil an Fahrzeugen ohne Kat… So faellt der Abschied von Argentinien vielleicht etwas leichter, morgen gehts ja leider schon wieder heim.
Einstein hatte wohl recht ;-) : Zeit ist relativ und hier scheinen die Uhren schneller zu gehen. Die 4 Wochen vergingen, wie im Urlaub ueblich, viel zu schnell, und es gibt vieles, woran ich mich in kuerzester Zeit gewoehnt habe und was ich vermissen werde:
Die Laessigkeit und Freundlichkeit der Menschen hier, das Hostelleben und jeden Tag andere Reisende zu treffen, die Waerme und das gute Wetter :-( , die Vielfalt des Landes, die Flexibilitaet und Spontaneitaet des Reisens, Dachterrassen, lange Tage, Tango, Gancia (lokale Longdrinkspezialitaet), …
Und einiges, worauf ich mich freue:
Freunde, Lugano, Skifoan, Sicherheit im Strassenverkehr ;-) , weniger Fliegen, Laufen (ist auch dringend noetig), leckeres Gemuese, …
Nun gut, ein Tag liegt noch vor uns, es ist also sinnlos schon jetzt rumzuheulen. Dieser wird genutzt um nochmal durch den schoensten Stadteil Buenos Aires zu strolchen -> Palermo. Bisschen Shopping (das angedrehte Falschgeld wieder loswerden), bisschen im Cafe sitzen, … Heute abend zieht es uns dann nochmal in eine Milonga (eine Art Tangodisko, in der man die Einheimischen beim Tanzen bewundern kann), wenn wir uns von der Dachterrasse loseisen koennen.

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¡¿—?!

Januar 4, 2009 at 9:31 (Uncategorized)

Leider will mir heute partout kein Titel einfallen, der in irgendeiner Weise das gigantische Naturwunder beschreiben wuerde, das wir heute gesehen haben. Also lass ich es lieber sein und lass Bilder sprechen.

Teufelsrachen - argentinische Seite

Teufelsrachen - argentinische Seite


Mehr Wasserfaelle...

Mehr Wasserfaelle...


...
Ein bisschen Wildlife gabs auch:
Tartaruga

Tartaruga


Riesenspinne

Riesenspinne


Leguan?

Leguan?


Haus-Krokodil

Haus-Krokodil


Und weniger wildes Life…
Baby-Coatis

Baby-Coatis


"Fuetter mich!"

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Cataratas do Iguacu

Januar 4, 2009 at 10:59 (Uncategorized)

Garganta do Diabo -> Teufelsrachen

Garganta do Diabo -> Teufelsrachen


Heute also einen kleinen Ausflug nach Brasilien unternommen. Sehr lustig: an der Grenze hoppen alle aus dem oeffentlichen Bus raus, muessen durch die Grenzueberwachung und bekommen einen Stempel in den Pass, um abends dann diesselbe Prozedur zu durchlaufen. Muehevoll auf spanisch durchgefragt, wo wir umsteigen muessen, jenseits der Grenze wird dann ja auch leider nur noch portugiesisch gesprochen. Trotzdem angekommen, im Schlepptau einen jungen Israeli aus dem Hostel, sehr witzig, aber so unselbstaendig, dass selbst ich Muttergefuehle bekomme…
Wenn die Leute sagen, dass die argentinische Seite der Faelle noch beeindruckender ist, so faellt es mir schwer vorzustellen, was uns morgen erwartet. Ein unglaubliches Panorama, diese Kette von Kaskaden, die der Rio Iguazu ueber die Kante wirft. Fast 2km lang ist die gesamte Front der Cataratas (Wasserfaelle auf spanisch und portugiesisch), der Grossteil davon gehoert zu Argentinien.
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Sehr putzig: auf dem ganzen Gelaende laufen Coatis rum, eine Art Nasenbaer, die mehr als verfressen und daher unglaublich zutraulich sind. Der Hoehepunkt ihrer Vorstellung war, als sich eines dieser Viecher in die Tasche einer Frau „gestuerzt“ hat und ihr Essen samt Tuete klaute.
Coati sucht Futter...
Am spaeten Nachmittag war dann eigentlich Ingenierusprogramm angesagt: Besichtigung des zweitgroessten Wasserkraftwerks der Welt an der Grenze Brasilien-Paraguay: Itaipu. Mit einer Leistung von 14 Gigawatt versorgt es Paraguay mit 90% der landesweit benoetigten Elektrizitaet und Brasilien mit 25%! Leider war die letzte Fuehrung bereits durch, weshalb stattdessen wieder abhaengen mit den anderen faulen Hostelbewohnern am Pool angesagt ist.

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Iguazu Part I

Januar 2, 2009 at 5:32 (Reise)

Nach einer Horrornacht im Bus (ohne Bingo :-( ) mit gefuehlten 3h Schlaf – eigentlich waren es allerdings 10h – endlich angekommen in Puerto Iguazu, einem kleinen, uebergruenen Staedtchen nahe der Grenze zu Brasilien; der Rio Iguazu und die Wasserfaelle markieren hier die Grenze zwischen den Staaten. Wir haben Glueck: der Himmel ist bedeckt, es regnet jede Stunde mal cats and dogs, weshalb es sich am Pool aushalten laesst in dem netten Hostel „Peter Pan“.
Fuer morgen ist der Besuch der Wasserfaelle auf der brasilianischen Seite geplant, am Tag drauf ist die argentinische Seite dran, quasi als Steigerung: dort muss es wirklich atemberaubend sein.
Zur Feier des Tages bringe ich nachher endlich einen Riesenberg Waesche in die Waescherei, bevor Mino mal wieder plant zum Abendessen einen Berg Fleisch zu verzehren. :-( Alle Argumentation von meiner Seite ist zwecklos in dieser Hinsicht…

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Feliz Año Nuevo!

Januar 1, 2009 at 6:48 (Reise)

Party on the roof
Die Hostelparty gestern war richtig gut! Fuer umgerechnet 23€ (17€ fuer Vegetarier) gabs Essen und Trinken satt. Fuer die Fleischesser wurden argentinianlike 400g-800g Fleisch berechnet! Selbst fuer Hungrige nicht machbar…
Das Feuerwerk war leider eher spaerlich bis nicht existent, dafuer war die Stimmung klasse.
Nach meinen Schaedel heute zu urteilen war es aber eher nicht so schlau von mir, mit den Australiern aus dem Hostel im Gleichtakt das Bier nachzufuellen…
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Zur Regeneration strollen wir heute durch den Stadtpark, wo die Argentinier sich bei reichlich gegrilltem Fleisch, was sonst, in der Sonne aalen.

Sonntagsvergnuegen...

Sonntagsvergnuegen...


Leider muessen wir heute unser tolles Hostel verlassen und die ewige Fahrt nach Iguazu antreten. Eigentlich die denkbar schlechteste Zeit im Jahr um dahin zu reisen: 40Grad sind keine Seltenheit…

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Solo pipi, no popo

Dezember 31, 2008 at 10:25 (Reise)

Cama
Das ist die erste Verhaltensregel,die man auf den Busfahrten bekommt, da die Toiletten nur Fluessigkeiten recyclen. Da diese meist eher unappetitlich sind, versuche ich einfach so wenig wie moeglich zu trinken ohne auszutrocknen.
Die meisten Strecken in Argentinien werden sowohl von Einheimischen, als auch von Touristen mit dem Bus zurueckgelegt, da ein Eisenbahnnetz eigentlich nix existent und Fliegen teuer ist. Obwohl es nicht so klingt, ist diese Art des Reisens recht komfortabel, da die Bussitze unheimlich breit und bequem sind und man die Lehne um etwa 45Grad neigen kann. Es gibt sogar Liegesitze, die man zu richtigen Betten umlegen kann. Leider sind die Full-Cama-Sitze sofort ausgebucht.
Ausserdem gehoert ein regelrechtes Entertainment zum Service: 2-3 Spielfilme werden gezeigt, dazwischen schlechte Musikvideos. Als besondere Kuriositaet gab es auf der langen Fahrt von Mendoza nach Buenos Aires sogar Bingo. Was hab ich mich schlapp gelacht…
Gegen 9-10 gibt es dann ein Abendessen (doppelte Portion im Vergleich zum Fliegen) und manchmal sogar Wein. Gut, dass das vegetarische Essen (extra bestellt) nicht wirklich fleischlos ist, haette man sich denken koennen. Naiv wie ich bin, hab ich so das erste Mal seit Jahren unwissentlich Huehnchen gegessen. Nein, lecker war das nicht!
Morgen gehts dann mit so einem Luxusteil in 16h in den Norden, zu den Iguazuwasserfaellen. Sicher kein schlechter Plan fuer den 1.1., einfach nur in den Bus zu sitzen und sich bedienen zu lassen.
Jetzt wird gedresst fuers Abendprogramm: Party und Asado (fuer mich gegrilltes Gemuese…) im Hostel.
Allen fleissigen Bloglesern wuensche ich ein supergutes neues Jahr!

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Saber beber es saber vivir

Dezember 29, 2008 at 8:25 (Reise)

Nach dem Motto haben wir uns heute erneut auf eine Radtour durch die Weingegend Mendozas eingelassen (deja-vu: erstmal 5km in der Hitze radeln…). 3 Bodegas haben wir geschafft und jeweils 4-6 Weine probiert.
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Der Malbec, die Traube, die fuer die Weingegend hier charakteristisch ist, ist wirklich ein sehr leckerer Wein, den man bei uns allerdings kaum bekommt.
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Der Rueckweg war dann der gefaehrlichste Extremsport bisher: Mit gut Wein im Kopf bei 30Grad auf vielbefahrener enger Landstrasse zurueck zum Fahrradverleih. Aber schlussendlich hat es sich gelohnt: wir hatten leckeren Wein und ne Menge Infos zu den Trauben, zum Keltern und zur Degustation.
Salud y fuerza al canud!

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Alta Montaña

Dezember 29, 2008 at 12:34 (Reise)

Die Radweitour gestern war leider ein Reinfall… Nachdem wir endlich einen Bikerental gefunden hatten, muessen wir nach 5km strampeln in der Hitze (gefuehlte 10km mit 2Gang-Raedern…) feststellen, dass alle Bodegas bereits geschlossen hatten. Ich setze mich an die Strasse und weiger mich weiterzufahren, bis auch Mino einsieht und einlenkt. Zurueck zum Fahrradverleih eskortiert uns skurrilerweise fast den ganzen Weg eine Polizeipatrouille. Ob die um uns Angst hatten oder um die Einwohner des kleinen Ortes?
Heute dann ein Ausflug in die Anden bis zur chilenischen Grenze. Zwischendrin ein kleiner Trek zum besten Aussichtspunkt auf den Aconcagua, den hoechsten Ber Amerikas und ausserhalb des Himalaya (6962m). Sehr beeindruckend, die ganze Andenkette.

Aconcagua

Aconcagua


Auf dem Weg dorthin koennen wir die Argentinier bei einer ihrer Lieblingsbeschaeftigungen beobachten: Asado. Sonntags wird die Familie und der Grill vorzugsweise auf einen Pickup geschnallt, und raus gehts aus der Stadt. Ein kleiner Gruenstreifen neben der Autobahn ist da schon ausreichend, um den ganzen Tag Massen von Fleisch zu grillen. Der Grill ist dabei meist ein altes Oelfass horizontal gestellt und aufgeflext. So bringt man den ganzen Tag zu… Die andere Leidenschaft ist uebrigens Matetee trinken.
Morgen wagen wir eine Wiederholung der Weintour, bevor es abends mit dem Nachtbus nach Buenos Aires zurueckgeht.

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Run, run, run…

Dezember 27, 2008 at 7:14 (Reise)

One minute to take-off

One minute to take-off


…schreit mir Emilio, der Paraglider von hinten ins Ohr. Und ich renne, renne, renne, weil mir snst eh nix uebrig bleibt. Hab noch nicht mal Zeit zu denken: Bist Du eigentlich loco??? Und ploetzlich ist der Boden unter den Fuessen weg und wir schweben. Grossartigst!!!
Herrin der Luefte

Herrin der Luefte


Dabei fing alles gar nicht so gut an: erstmal ein hoechst abenteuerlicher Aufstieg mit dem Jeep auf den Berg (Strasse=Geroellhalde mit steilem Abhang auf einer Seite), dann warten wir wegen dem viel zu starken Wind erstmal 2h und wollen schon abbrechen, als er ploetzlich abflaut und wir in einem kurzen Zeitfenster starten koennen, bevor Regen und Gewitter kommen. Leider ist zu dem Zeitpunkt die Thermik auch schon nicht mehr so gut, weswegen alles viel zu schnell vorbei war. Nur Mino hat sich ein Andenken behalten: sein Tandem fiel beim Anlaufen ueber einen Felsbrocken und beide haben einige Wunden davongetragn, die natuerlich ausgiebig gezeigt und gepflegt werden…
Den heutigen Tag begehen wir geruhsam und ich goenn mir ertsmal einen kleinen Sonnenbrand am Pool, jetzt gehts los zur Radtour in den Weinbergen, bei mal wieder viel zu heissem Wetter. :-)

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