Eine Zugfahrt die ist lustig, eine Zugfahrt die ist schoen!
Puektlich wie die Deutsche Bahn gings also am morgen los. Natuerlich hatten wir erstmal eine Umsteigezeit von 1h, aber was solls, man beobachtet einfach solange, wie 15 Maenner an den Gleisen arbeiten und mit Hacken und Schaufeln die alten Holzplanken durch neue ersetzen. In Flip-Flops! Wirklich eine harte Arbeit, wenn die Sonne runterknallt.
Fuer die 76km brauchen wir insgesamt um die 5h, manchmal kriecht der Zug wirklich, aber es sind schliesslich auch viele Hoehenmeter zu bewaeltigen, Nuwara Eliya liegt auf ueber 2000m Hoehe.
In unserem Zug ist quasi nichts los, die Zuege, die entgegenkommen sind dagegen voll bis auf den letzten Platz am Trittbrett. Bei dem Tempo nicht allzu gefaehrlich, Gott sei Dank.

Und nicht umsonst gehoert diese Bahnstrecke zu einer der schoensten der Welt, die Ausblicke in die Berge, Waelder und Teeplantagen sind atemberaubend!
Kaum vorstellbar fuer ein tropisches Land: bei der Ankunft wird erstmal die Fleecejacke ausgepackt! Gleich am Bahnhof werden wir gecatcht und zu einem wirklich schnuckeligen Kolonialhaus gebracht, leicht ueber der Stadt erhoben mit sehr huebschen Zimmern. Die Kroenung sollte ein Kaminfeuer im Zimmer zur Nachtruhe darstellen, wegen des Rauchs muessen wir jedoch die halbe Nacht bei offenem Fenster zubringen.
Auf eine Wanderung in die umliegenden Berge und zur hoechsten Stadt des Landes gehts am naechsten morgen frueh los. Es ist Chamaeleon-Tag, wir sehen derer ca. 10 Stueck.
Dazu zwei Blutegel, davon einer auf meinem Bein.. Muede und dunkelrot komme wir zurueck. Die Sonne ist auch hier in den Bergen sehr stark. Wenigstens waermt uns in der folgenden Nacht unser Sonnenbrand..
Obligatorisch ist auch der Besuch einer Teefabrik, man bekommt eine Fuehrung durch saemtliche Bereiche. Von der Ausbeutung, die an den tamilischen Teepflueckerinnen betrieben wird, ist naturlich nicht die Rede.. Diese arbeiten taeglich bei jedem Wetter mind. 8h in den sehr steilen Plantagen und muessen abends mindestens 20kg Blaetter abliefern. Der Lohn sind ca. karge 3Euro pro Tag, laut unserem Guide.
Abends strollen wir durch die Strassen und naehren uns an Strassenstaenden mit Vadais und Hoppern (eine Art knuspriger Pfannkuchen mit scharfer Sosse, falls bisher unerwaehnt). Unsere Maegen finden daran weniger Gefallen als wir selbst..




Bianca sagte,
November 10, 2010 um 2:24 pm
Hallo ihr Lieben,
das liest sich bis hierhin nach einem ganz schönen Abenteuer! Habt noch viel Spass und kommt gesund wieder!
Lieben dicken Gruss,
Bianca