Down south

November 12, 2010 at 6:28 am (Uncategorized)

Da wir nicht laenger Temperaturen wie zuhause haben wollen, gehts also nach 2 Tagen schon wieder weiter, runter in den Sueden, an die Kueste. Dort wollen wir erst eine Safari im groessten Nationalpark Sri Lankas erleben, bevor wir dann mal ein paar Tage am Strand relaxen.

Also gehts morgens um 7 zum Busbahnhof.Schon beim Einsteigen empfaengt einen ein nasenbetaeubender Geruch von Raeucherstaebchen. Wir sind rechtzeitig dort, damit wir auch sicher einen Sitzplatz haben, sogar direkt in erster Reihe. Erst spaeter bemerken wir, dass diese Plaetze fuer Moenche reserviert sind. GsD will deren keiner in den Sueden fahren heute. Einer bleibt also im Bus, der andere holt Fruehstueck: Vadais mal wieder und Rotis und scharfe Sauce. Steffen bekommt dies nicht so gut..

Dann gehts los: das wir lebend ankommen, war zwischenzeitlich eher unsicher. Man hoert ja einiges ueber die asiatischen Busfahrer, aber selbst erleben ist anders. Aber was will man erwarten fuer 1 Euro Fahrtgeld? Da wird eben am Bremsen gespart und die Kurven geschnitten, um Sprit zu sparen. Aber wenns vonn 2000m Hoehe zum Meer geht, hat man schon einen Leidensweg vor sich. Und die erste Reihe ist da schon mal gar nix fuer schlechte Nerven. Dass es links der Strasse (Linksverkehr) ca. 150m runter geht, macht es nicht besser! Beruhigend, dass man wenigstens an jedem Tempel und jedem Buddha haelt, um kleine Opfergaben zu bringen. Unser Busbetreuer (der das Geld eintreibt) springt raus, legt was auf den Altar, dann geht die rasende Fahrt weiter. Unterwegs verliert man in der Kurve mal Ladung: kurz gehalten, reingeschmissen, weiter. Klar, wir buchten ja auch den Intercity-Express!

Findet jemand den Busfahrer?

Der Verkehr hier hat schon sehr eigene Regeln:

Am Wichtigsten ist, dass immer und sehr laut gehupt wird. Beim Ueberholen, beim Entgegenkommen, um Fussgaenger, Hunde, Kuehe o.e. zu verscheuchen – Hupen passt immer. Fahrbahnbeschraenkungen existieren eh nicht und wenn, werden sie nicht ernst genommen! Trotzdem passiert erstaunlich wenig, weil sich wohl nicht jeder stumpf auf Regeln verlaesst, sondern auch seinen Verstand einsetzt. Und man muss die Hierarchien kennen: zuunterst Hund, Katze, Mensch, Kuh und Pferde, dann Motorraeder und Tuktuks, schliesslich Pkws und zuoberst Busse!

Auch die Tiere scheinen dies zu wissen:

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