Jagd auf den Leoparden
Morgens um halb 5 wirft uns der Wecker aus dem Bett. Wildtiere stehen frueh auf.. Mit einem klapprigen und rostigen Jeep gurken wir Richtung Nationalpark. Ein paar Kuehe, die auf der Strasse rumliegen haben auch noch nicht mitbekommen, dass der Tag losgeht, aber unser geschickter, junger Jeepfahrer umschifft sie galant! Seine Fahrerqualitaeten stellt er auch im Park noch des oefteren unter Beweis.
Schon vor Eintritt in den Park kommen wir an einem See vorbei, in dem es von Krokodilen nur so wimmelt. Weil es noch dunkel ist, sieht man nur das Licht des Jeeps in ihren Augen. Gruselig..
Die Safari an sich ist nett, wenn auch natuerlich nicht vergleichbar mit Kenia. Das ganze Augenmerk des Jeepfahrers und des zugestiegenen Parkrangers zielt nur auf einen zu erhaschenden Blick auf einen Leoparden. Dafuer wird leider viel umsonst rumgekurvt, telefoniert mit anderen Safarijeeps und halbstuendig auf einen Felsen gestarrt, hinter dem sich sicher ein Leopard mit Jungem versteckt, der demnaechst rauskommt. Dabei sind meine Favoriten sowieso viel eher die behaebigen Wasserbueffel, die sich in jedes Wasserloch bis zu den Nasenloechern versinken lassen. Oder die Wildschweine, von denen es hier riesige Herden gibt. Oder die huebschen Rehe, oder oder oder.. Quasi am Wegesrand nehmen wir diese Begegnungen mit, genauso wie eine Cobra, die ueber die Strasse huscht und zum Abschied ihr schoenes Halsgemaelde zeigt. Trotz allem also ein lohnender Morgen.
Und schon gehts weiter, weil es hier sonst nix zu sehen gibt, wieder mit Bus, das Trauma ist anscheinend nicht gross genug.


