Kulturschock

November 21, 2010 at 10:36 am (Uncategorized)

Nach den sehr ruhigen Tagen in Tangalle merken wir in Unawatuna, nur 80km weiter, dass es doch auch einige Touristen auf Sri Lanka gibt! Dieser kleine Ort scheint zumindest fast nur ihretwegen zu existieren.. Der Ort hat eine kleine Bucht mit Korallenriffen, wodurch Baden das ganze Jahr möglich ist. Allerdings wurden nach dem Tsunami die ganzen Guesthouses und Restaurants so dicht ans Meer gebaut, das bei Flut ab und an mal ne Welle reinspült. Der Strand ist tagsüber voll von Sonnenanbetern, Einheimische findet man hier nur in Hotels, Restaurants, Souvenirläden und in Tuktuks.. Läuft man aber bis ganz zum Ende der Bucht, gibt es ein kurzes Stück Strand, an dem sich die Einheimischen tummeln. Die Frauen baden natürlich ganz keusch im Ganzkörperanzug. Das sollte sich auch der eine oder andere Tourist besser anlegen.. Zuerst sind wir etwas frustriert über diese Zustände, finden dann aber hier auch noch ganz nette Ecken abseits des Strandes und verbringen nette Tage hier.

Unawatuna, morgens noch unbelebt

Nicht ganz unschuldig daran ist ein sehr, sehr leckeres vegetarisches Restaurant, das ein Einheimischer führt und uns immer wieder mit tollen Kreationen überrascht. Zum Frühstück gibts da schon indisches Poha (Reisgericht) und Rote-Beete-Saft mit Ingwer.

Damit die Zeit aber nicht nur verfuttert wird, wird das nahegelegene Galle besucht, das die Holländer mit einem Fort beglueckt haben, das durch seine starken Mauern während des Tsunamis wenigstens für diesen Stadtteil das Schlimmste verhindert hat.

Der Stadtbesichtigung folgt dann endlich die Shoppingtour! Schon oft haben wir in den Bussen die wild blinkenden Heiligenbildchen bewundert, jetzt lassen wir uns von Locals zu einem Devotionalienladen bringen, wo es alle möglichen “anbetungswürdigen” Gegenstände gibt; und gekauft werden. Ausser dem Blinketeil einige Bilder und Statuen. Damit es dann zuhause auch einen eigenen Schrein geben kann.

Busbeschützer

Für Steffen finden wir noch einige Hosen und einen Sarong (typischer Männerrock), quasi in Übergröße in diesem Land, wo v.a. die meisten Männer sehr sehr schmal gebaut sind.

Am nächsten Tag vervollständigen wir unsere Kochausrüstung in einem Spice-Garden, bevor wir eine Aufzuchtstation für Meeresschildkröten besuchen. Da die Eier als Delikatesse gelten, landen viele im Kochtopf, genau wie auch so manche Schildkröte an sich. Die Aufzuchtstationen kaufen Fischern die Eier ab, die am Strand im Sand abgelegt werden und entlassen die Babyschildkröten nach etwa einer Woche in die Freiheit. Nur wenige werden einige Jahre bis zu Ihrer Freilassung aufgezogen, mit jedem Jahr wächst die Überlebenschance. Gut 100 Jahre können die Tiere alt werden und erreichen dabei bis zu 150kg.

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